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Bildstockwanderung durch die Gemarkung Bergrheinfeld

Bergrheinfeld ist überaus reich an Feldkreuzen, Prozessionsaltären und Säulenbildstöcken. Mit unseren Kirchen und Fachwerkhäusern prägen sie die fränkische Landschaft und zeugen von der tiefen Religiosität und Gottesverehrung unserer Vorfahren.

Die Entstehung der Bildstöcke reicht bis in das germanische Brauchtum zurück, das Mahn-, Sühne- und Gedächtnismale in vielgestaltiger Weise überlieferte. Im Mittelalter waren Sühnekreuze - einfache, roh behauene Steinkreuze - weit verbreitet. Wer draußen in der Flur verunglückte oder ermordet wurde, fand am Tatort oder an der Unglücksstelle, mitunter auch an einer nahegelegenen Wegekreuzung seine letzte Ruhestätte. An solchen Orten wurden häufig Sühnekreuze errichtet, um die sich heute nicht selten alte Sagen ranken.

Seit dem 30-jährigen Krieg haben sich aus den Sühnekreuzen unsere Feldkreuze entwickelt, die, zur Ehre Gottes und seiner Schöpfung errichtet, Zeichen des Dankens und Bittens darstellen.

Häufiger als das Feldkreuz ist in unserer Gemarkung der sogenannte Säulenbildstock anzutreffen. Diese Form ist von der Totenlaterne abgeleitet. Mit ihren Rund- oder Achtecksäulen und ihrem Bildaufbau deuten die Säulenbildstöcke auf die in früheren Jahrhunderten gebräuchlichen Grableuchten hin. Auf der Rückseite des Sockels oder Bildaufbaues haben sich in der Regel die Stifter mit ihren Ehefrauen verewigt.

Im "Bildstockführer" wurden die Bergrheinfelder und Garstadter Bildstöcke erfasst und beschrieben. Der Führer soll dazu beitragen, die Bedeutung der 31 Denkmäler besser zu verstehen und sie als Vermächtnis unserer Ahnen auch für künftige Generationen zu erhalten.

Preis für den Bildstockführer: 1 Euro

Ansprechpartner Rathaus

Jürgen Dölzer

Hauptstr. 38
97493 Bergrheinfeld

Zimmernummer:0.01

Sachgebiet:5.0